Fondsgebundene Rentenversicherung

Fondsgebundene Rentenversicherung

Chance auf mehr Rendite aber auch erhöhtes Risiko mit der fondsgebundenen Rentenversicherung

Im Bereich private Vorsorge für das Alter stehen dem Anleger und Sparer in der heutigen Zeit sowohl am Finanzmarkt als auch im Bereich des Versicherungsmarktes diverse Produkte zur Verfügung. Neben dem Immobilienerwerb, dem Bausparvertrag, dem Banksparplan, dem Fondssparen und der Kapitallebensversicherung wird in erster Linie sehr häufig die private Rentenversicherung zum Aufbau einer Altersvorsorge genutzt. Die private Rentenversicherung wird inzwischen in zwei verschiedenen Varianten angeboten, einmal als klassische Variante und einmal in einer Form der fondsgebundenen Rentenversicherung.

Diese Variante der privaten RV gibt es zwar erst seit einigen Jahren, dennoch erfreut sich die fondsgebundene Rente einer immer größer werdenden Beliebtheit. Angeboten wird auch diese Variante der privaten Versicherung von den verschiedenen Versicherungsunternehmen, welche dann meistens mit einer bestimmten Fondsgesellschaft zusammenarbeiten. Für den Anleger und Sparer selbst ist der Unterschied zur klassischen Variante auf Anhieb nicht ersichtlich, das das Investment der Versicherungsgesellschaft eher im „Hintergrund“ stattfindet.

Unterschiede zur klassischen Rentenversicherung, Vorteile und Nachteile

Der Hauptunterschied besteht darin, dass das Versicherungsunternehmen im Gegensatz zur klassischen Variante bei der fondsgebundenen Rentenversicherung die Sparbeiträge der Versicherten ausschließlich in Investmentfonds und den Kauf der jeweiligen Fondsanteile investiert. Der Versicherer nimmt also den Beitrag X des Kunde Y und kauft von diesem Beitrag in Abständen Fondsanteile, welche dann in ein zum Vertrag gehörendes Fondsdepot eingebucht werden. Diese fondsgebundene Rentenversicherung bietet dem Versicherten sowohl Vorteile gegenüber der klassischen privaten RV als auch Nachteile.

  • Der Vorteil der fondsgebundenen Rente besteht darin, dass der Ertrag im Durchschnitt bislang höher war als bei der klassischen Version der privaten Rentenversicherung. Zudem ist das Produkt in der Hinsicht recht flexibel, als dass die Fonds oftmals gewechselt werden können und meistens auch die Änderung der Sparrate möglich ist.
  • Der Nachteil besteht in erster Linie darin, dass kein Ertrag mehr garantiert werden kann, wie es bei der klassischen Form der privaten Rentenversicherung Praxis ist. Zudem sind viele fondsgebundene Versicherungen nicht riesterfähig, es sei denn, die Versicherung arbeitet mit einem Fonds zusammen, der eine Kapitalgarantie geben kann (Garantiefonds).

Die Fondsauswahl

In der Praxis gibt es im Detail verschiedene Vorgehensweisen der Versicherer bezüglich der Fondsauswahl. Gemeinsam ist jedoch zunächst allen Produkten aus diesem Bereich, dass wie bei der klassischen RV ab dem Vertragsende aus dem Fondsvermögen heraus die regelmäßige Rentenzahlung für den Kunden beginnt. Dabei kann der Versicherte meistens wählen, ob er den Bestand an Rentenfondsanteilen verkaufen möchte und dann aus dem Verkaufserlös die Rentenzahlungen erhalten möchte, oder ob er durch stetigen Verkauf der Anteile seine Rentenzahlung erhält. Bezüglich der vorherigen Auswahl der Fonds praktizieren es manche Versicherungen so, dass sie die konkrete Auswahl der Fonds, in welche die Beiträge des Versicherten investiert werden sollen, dem Versicherer selbst überlassen, während andere Versicherungsgesellschaften den Fonds selbst auswählen. Meistens werden Aktienfonds oder gemischte Fonds aufgrund der guten Rendite ausgewählt.